Sparerpauschbetrag & Freistellungsauftrag
Wie du deinen steuerfreien Freibetrag optimal nutzt.
Zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2026
Der Sparerpauschbetrag ist dein steuerfreier Grundbetrag für Kapitalerträge. Bis zu dieser Grenze zahlst du im Jahr keine Abgeltungssteuer auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Den Freibetrag bekommst du aber nicht von allein: Du meldest ihn deiner Bank mit einem Freistellungsauftrag.
Wie hoch der Freibetrag ist
Seit 2023 liegt der Sparerpauschbetrag bei 1.000 € pro Person und Jahr. Ehepaare und eingetragene Lebenspartner, die zusammen veranlagt werden, teilen sich 2.000 €. Ein Beispiel: Wirft dein Depot in einem Jahr 900 € Gewinn ab, bleibt alles steuerfrei. Erst ab dem 1.001. Euro zieht die Bank Steuer ab.
So richtest du den Freistellungsauftrag ein
Den Auftrag stellst du direkt bei deiner Bank oder deinem Broker, meist mit wenigen Klicks im Depot. Hast du mehrere Institute, verteilst du die 1.000 € frei auf sie, zum Beispiel 400 € beim Broker und 600 € bei der Tagesgeldbank. In der Summe darfst du 1.000 € (oder 2.000 €) nur nicht überschreiten.
Häufige Fehler
Beim Freibetrag geht am häufigsten das hier schief:
- Kein Auftrag erteilt: Die Bank behält Steuer ein, obwohl dein Freibetrag frei ist. Zurückholen kannst du sie dann nur über die Steuererklärung.
- Falsch verteilt: Liegt der ganze Freibetrag bei einer Bank, bei der kaum Erträge anfallen, verschenkst du ihn bei der anderen.
- Partner vergessen: Zusammen veranlagte Paare nutzen die vollen 2.000 € nur, wenn beide auf dem Auftrag stehen.
Prüf deine Freistellungsaufträge einmal im Jahr, vor allem wenn du ein Depot dazunimmst oder wechselst.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich den Sparerpauschbetrag überschreite?
Auf den Teil über 1.000 € führt die Bank die normale Abgeltungssteuer ab. Ein Nachteil entsteht dir nicht — du zahlst ab dann Steuer, genau wie ohne Freibetrag.
Gilt der Freibetrag auch für die Vorabpauschale?
Ja. Die Vorabpauschale zählt zu den Kapitalerträgen und wird zuerst mit deinem Freibetrag verrechnet. Erst wenn er aufgebraucht ist, bucht die Bank Steuer ab.
Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.