Asset Allocation
Wie du dein Vermögen sinnvoll auf Anlageklassen verteilst.
Zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2026
Asset Allocation bedeutet, dein Vermögen auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen — vor allem auf schwankungsreiche wie Aktien und sichere wie Tagesgeld oder Anleihen. Diese Aufteilung ist die wichtigste Entscheidung deiner Strategie, denn sie prägt Rendite und Risiko stärker als die Auswahl einzelner Produkte.
Warum die Aufteilung so viel ausmacht
Ob dein Depot ruhig oder heftig schwankt, hängt kaum davon ab, welchen konkreten Aktien-ETF du hältst, sondern davon, wie hoch dein Aktienanteil insgesamt ist. Ein Portfolio mit 80 % Aktien kann in einem Crash zeitweise deutlich fallen, hat aber die höhere erwartete Rendite. Ein Portfolio mit 30 % Aktien schwankt weniger, wächst dafür langsamer. Die Aufteilung steuert damit beide Seiten des magischen Dreiecks zugleich.
Wie du deine Aufteilung findest
Zwei Fragen führen zur passenden Mischung: Wie lange kannst du das Geld liegen lassen, und wie gut hältst du Kursverluste aus? Ein langer Horizont und starke Nerven erlauben eine hohe Aktienquote. Brauchst du das Geld bald oder raubt dir jeder Rücksetzer den Schlaf, gehört mehr in den sicheren Teil. Den Notgroschen hältst du davon getrennt.
Ein einfaches Beispiel
Wer über zwanzig Jahre fürs Alter spart, fährt oft mit 80 % Aktien und 20 % Tagesgeld gut. Wer in fünf Jahren ein Haus kaufen will, dreht das Verhältnis besser um. Es gibt keine für alle richtige Quote — nur die, zu der du auch in einem schlechten Börsenjahr noch stehst.
Häufige Fragen
Welche Aktienquote passt zu mir?
Das hängt vor allem von deinem Anlagehorizont und deiner Nervenstärke ab. Je länger du das Geld nicht brauchst und je gelassener du Schwankungen aushältst, desto höher darf die Aktienquote sein. Für Geld, das du in wenigen Jahren brauchst, ist eine niedrige Quote sinnvoller.
Gehört der Notgroschen in die Asset Allocation?
Nein. Den Notgroschen hältst du getrennt auf einem Tagesgeldkonto. Er ist deine Reserve für Notfälle, kein Teil des angelegten Vermögens, und sollte nicht schwanken.
Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.